EDI 3, Schmerldorf 

Heilpädagogische Wohngruppe - 9 Plätze

 

Aufnahmealter:  Mädchen und Jungen zwischen 6 - 12 Jahren.

Für die Wohngruppe Schmerldorf wurde eine geeignete Immobilie langfristig angemietet und umgebaut. Die ruhige Lage mitten in der Natur bietet Schutz vor Reizüberflutung und lädt ein, Ruhe und Sicherheit zu finden. Die Jungen und Mädchen leben in Einzel- und Doppelzimmern und verfügen über getrenntgeschlechtliche Sanitärbereiche.

Der große Garten erlaubt Gemüseanbau und Tierhaltung und bietet Raum für Spiele und Ballsportarten. Auch ein Reiterhof befindet sich in unmittelbarer Nähe. Kooperationen mit diesem sind jederzeit möglich.

Kremmelsdorfer Str. 3

96117 Memmelsdorf

 Alexander Sloboda 

Pädagoge BA

Master Beratung u. Coaching i.A.
Gruppenleitung

-in naher Zukunft entstehen 3 therapeutische Plätze + 3 heilpädagogische Plätze-

Therapeutisch-heilpägadogische Wohngruppe - 3+3 Plätze sowie 2 Inobhutnahmeplätze

Anfragen hierzu richten Sie bitte an Herrn Wnendt oder Herrn Schuster

 

Aufnahmealter:  Mädchen und Jungen ab dem Schulalter.

Auffälliges und störendes, also als problematisch empfundenes Verhalten von Kindern im stationären Setting, nehmen zu und führen zu einem Anstieg der sog. Systemsprenger und in der Folge davon zu häufigen Maßnahmenabbrüchen, wenn überhaupt ein passender stationärer Platz gefunden werden konnte. Gemeinsam ist diesen Kindern das Erleiden von traumatischen Erlebnissen, die in Folge der individuellen Ausprägung zu völlig unterschiedlichen Symptomen führen können.

 

Die Symptome, mit denen die Kinder und Jugendlichen auf ihre Identitäts- und Entwicklungsstörungen aufmerksam machen, sind vielfältig. Bei manchen Kindern und Jugendlichen ist es eine sehr laute Symptomatik, die andere und sich selbst gefährdende Handlungen mit sich bringt. Diese Kinder und Jugendlichen benötigen durchaus eine grenzsetzende und dadurch haltgebende Pädagogik. Andere zeigen eine eher stille, introvertierte Symptomatik, die häufig Anzeichen einer Depression ist. Diesen zurückgezogenen Kindern und Jugendlichen muss zunächst Raum gegeben werden, in dem sie sich zeigen und Vertrauen entwickeln können. Alle traumatisierten Kinder benötigen jedenfalls Sicherheit, Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Erwachsene, mit denen sie die Erfahrungen machen können, als Individuum gesehen und ernstgenommen zu werden.

In den letzten Jahren konnten in der Psychotraumatologie und Hirnforschung immer deutlichere und konkretere Folgen und Auswirkungen von psychischen Traumata auf die Entwicklung und Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen nachgewiesen werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die in früher Kindheit in ihren Familien anhaltende Erfahrungen existenzbedrohender Gewalt, Vernachlässigung und Verwahrlosung (Typ II Trauma) erleiden mussten, sind dauerhaft von den Folgen betroffen und entwickeln nicht selten chronische Traumafolgestörungen übererregter, reinszenierender und vermeidender Art. 

Nur logisch und konsequent entstand daraus die Notwendigkeit, die aktuellen Erkenntnisse der Traumaforschung auch in pädagogischen Ansätzen zu berücksichtigen, um die betroffenen Mädchen und Jungen ihrem Bedarf entsprechend unterstützen zu können. Daraus entwickelte sich die mittlerweile zum Fachbegriff gewordene „Traumapädagogik“. 

Aus den Erkenntnissen der Psychotraumatologie ergeben sich klare Haltungen, Förderansätze und Methoden, die in der Umsetzung traumapädagogischer Konzepte unerlässlich sind. Diese bilden die Grundlage für die vorliegende Konzeption zur traumapädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen.

Zentrales Element ist, den betroffenen Mädchen und Jungen einen sicheren Ort zu bieten, an dem sie neue, ergänzende Erfahrungen machen können, sich selbst und ihre Handlungsstrategien verstehen lernen, Entwicklungshemmnisse aufholen und sichere Bindungserfahrungen machen können. 

Der Aufbau und die Gewährleistung von tragfähigen und verlässlichen Beziehungen im Alltag sind dabei ein wesentlicher Baustein der Traumapädagogik. 

Die soziale und emotionale Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen sowie der Aufbau von Vertrauen zu sich selbst und zu anderen sind dabei die grundlegende Zielsetzung der Traumapädagogik. 

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